Samstag, 11. Mai 2019

Würdest du 350 Tonnen Zyankali über Deutschland verteilen?

Rauchen ist schon ein toller Genuss. Erst wenn man raucht, kann man tatsächlich das Beste aus jedem Moment herausholen. Sagt zumindest die Werbung. Die Zigarettenindustrie suggeriert uns, dass, wer auf der Straße mit jungen Frauen herumalbert, praktisch unwiderstehlich auf die Damen wirkt, wenn man dabei nur eine qualmende und stinkende Zigarette in der Fresse hat. Und mit so einem Glimmstängel in der Schnute tanzt es sich mit Inge, Betty oder Lulu sogar im Regen ganz wunderbar durch die urbane Welt unserer Tage, will man etwa der Werbung eines US-Kippenproduzenten glauben.

Sonntag, 10. März 2019

Unmöglicher Verkehrserzieher


In der letzten Woche wurde mir einmal mehr vor Augen geführt, wie schnell das Leben vorbei sein kan. Ich befand mich auf einer Tour ins Allgäu. Entspannt fuhr ich auf der A7 mit 85 km/h in Richtung Memmingen. Schon längere Zeit beobachtete ich im Spiegel einen hinter mir fahrenden Kollegen. Im Rückspiegel ist der Abstand stets schwer zu schätzen, deutlich war aber, dass er meine Nähe zu suchte. Es ist morgens um sieben, der Berufsverkehr ist im vollen Gang, die Autobahn ist zweispurig und der Kollege zieht raus um mich zu überholen. Er scheint 0,5 km/h schneller zu sein. Na das kann ja was geben...

Samstag, 9. Februar 2019

Safety first beim Stahltransport

Durchgehende Antirutschmatten, Formschluss, reichlich Gurte. Da freut sich jeder Kontrollbeamte. Das Auge lädt schließlich auch mit.  Bild: th
 Arbeitssicherheit ist ja ein hohes Gut. In Perfektion wird diese Sicherheit bei einem Unternehmen im Duisburger Hafen betrieben. Um es vorweg zu nehmen: es handelt sich um ein französisches Unternehmen und die sind ja bekanntlich ohnehin etwas speziell. Hier wurde aber alles was ich bisher kannte getoppt. Los geht der Spaß schon vor dem Betreten des Werksgeländes mit einer Fahrerschulung mit anschließender Fragestunde. Was man sonst nur aus großen Chemieunternehmen kennt, ist hier gerade gut genug.

Sonntag, 13. Januar 2019

Die anonyme Wut in der Blechkiste

Bild: www.BlickReflex.de  / pixelio.de
Nun habe ich schon längere Zeit nichts mehr geschrieben. Das lag daran, dass ich weder Zeit noch Muse zum Schreiben fand. Heute habe ich immer noch keine Zeit und ebenso wenig Muse, muss aber mal wieder was los werden. Heute geht es um Aggressionen im Straßenverkehr. Autobahn ist nämlich irgendwie so wie Internet, nur in tödlich.

Sonntag, 9. September 2018

DMU 160 Duoblock erreicht die Grenze

Das übliche Programm. 100-Tonnen-Kran und sein Ballast-Lkw bringen sich in Stellung (Bild: Icke)
Nun ist es amtlich. Mein Dinkel-Semi-Trailer ist das erste Mal an seine Grenzen gekommen. Sieger ist die DMU 160 Duoblock von DMG. In seiner derzeitigen Zusammenstellung mit der MAN Zugmaschine 28.540 kann das Fahrzeug 47 Tonnen zuladen und erreicht so ein zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von fast 70 Tonnen. Aber die Höhe und die Breite der Maschine hatte es tatsächlich in sich. Mit eine Gesamthöhe von 4,55 m und rund 3,90 m Breite ging es mit viel Blinkiblinki und lustiger Begleitung in den schönen idyllischen Harz.

Sonntag, 2. September 2018

Juhuu! Spediteure dürfen für Entladung zahlen

Bild: H.D.Volz by Pixelio.de
Die Welt wird immer verrückter. Kaum hatte ich in einem meiner letzten Beiträge den neu entdeckten Discounter-Kaffee von Lidl gelobt, hat man sich dort schon den nächsten Clou einfallen lassen. Fast scheint es, als wolle dort jemand das Konto mit den Karma-Punkten auffüllen. Diesmal werden die Transportunternehmen beglückt. Damit meine lieben Kollegen aus der Palettenkutscher-Abteilung demnächst nicht mehr so lange an der Rampe warten müssen, kann man nun in den Hubs ganz günstig eine Express-Entladung buchen.

Dienstag, 21. August 2018

Überraschend guter Kaffee – wie sag ich's bloß?

Werbung: Dieser Artikel wurde von niemandem in Auftrag gegeben, nicht vergütet und auch so gibt es keinerlei geschäftliche Verbindung zwischen dem Lidl und mir, allerdings könnten einige lustige Osterhasen dies so interpretieren, deshalb weise ich darauf hin das dieser Artikel bei hanebüchener Interpretation als Werbung verstanden werden könnte auch wenn ich kein Influencer bin oder ist das jetzt auch wieder verkehrt? Muhaha (Bild: Werbefotogarfie von Icke)

Weiter geht’s mit dem digitalen Tagebuch. Und danke der Nachfrage, der Urlaub auf Kreta war wunderbar. Im Urlaub hatte ich mir mal den Luxus gegönnt, mich für einige Tage vom digitalen Wahnsinn unseres Alltags auszuklinken. Und dann? Mein lieber Scholli - kaum ist man mal für ein paar Tage offline und schon passieren solche komischen Sachen. Ein paar mittelmäßig bis kaum begabte Menschen erlassen ein weniger durchdachtes Gesetz zu einem Thema bei dem sich eh kaum jemand auskennt und schon ist dann das Einzige, das noch tadellos funktioniert, das einmal mehr angerichtete Durcheinander. Hallo zurück im täglichen Wahnsinn.

Freitag, 17. August 2018

Liebe Berufskraftpisser und Truckersäue...

Es ist unappetitlich aber tägliche Realität auf deutschen Autobahnen. Die dunklen Flecken, die meist immer kurz hinter den Fahrerhaus links zu finden sind, sind Urinflecken zahlloser Berufskraftpisser und Truckersäue. (Bild: Icke)
Es ist einer meiner letzten Urlaubstage. Mittag. Ich genieße den letzten freien Tag meines Urlaubs und bin mit dem Motorrad unterwegs. Das heiße Eisenschwein und ich stehen vor der Raststätte Pegnitz Ost an der A9. Beide knistern wir in der Hitze. Kein Wölkchen trübt das perfekte Azurblau des Firmaments. Die Sonne schickt ihre Strahlen auf die Erde. Es ist heiß, die Luft flimmert über dem fast leeren Parkplatz, Grillen zirpen. Eine angenehm kühle Brise weht über den von Sonne überfluteten Rastplatz und anmutig spielt der Wind mit den Fahnen vor dem Rasthaus. Fast wäre der Tag perfekt. Aber leider bringt uns der Wind nicht nur seine wunderbar kühlende Brise, mit ihr weht auch der süßlich-scharfe und unverwechselbare Pissegeruch über den gesamten Rastplatz, der so typisch für Lkw-Parkplätze auf Autobahnen und Raststätten ist.

Freitag, 27. Juli 2018

Cargo macht jetzt Jagd auf Planenschlitzer

(Bild: Icke)
Es ist Nacht, der Mond scheint helle, ein Dieb verdient was auf die Schnelle. Ein Schlitz, ein Halbmond in der Plane. So schnell geht das, während der Fahrer vorne den Schlaf der Gerechten schläft. Der ganze Spaß dauert nur wenige Sekunden und der Dieb weiß, ob er ein lohnendes Objekt vor sich hat. Schnell verkäufliche Waren wie Kosmetik, Kfz-Teile, Kleidung, Nahrungsmittel und Elektronik aller Art gehen natürlich am besten, aber ich habe schon vor 20 Jahren in Italien erlebt, wie einem Kollegen nachts ein ganzes Coil mit 4 Tonnen Gewicht geklaut wurde. Nichts ist vor professionellen Dieben sicher. Das soll sich nun mit "Cargo" ändern.

Mittwoch, 25. Juli 2018

Sehnenriss mit Bursitis

MRT-Aufnahme meiner rechten Schulter (Bild: Icke & 360°)
Obwohl mein außergewöhnlich gutes Aussehen es kaum vermuten lässt ist es eine unumstößliche Tatsache: Auch ich werde älter. Immer öfter zwickt es hier und zwackt es dort. Man merkt deutlich das man langsam in das knackige Alter kommt. In weniger als zwei Jahren werde ich Fünfzig. Beim Blick in den Spiegel kann ich das natürlich nicht glauben. Genau genommen fühle ich mich auch eher wie Dreißig, doch ein kurzes aber herzhaftes Knacken in der rechten Schulter belehrte mich vor etwa 3 Monaten eines Besseren.

Freitag, 20. Juli 2018

Innenminister - kann ich auch aber in gut


[/Meinung] Früher, als Computer noch Dampfbetrieben waren und als der Strom noch aus Holz war, da war nicht nur alles besser, mitunter war auch vieles einfacher. Da gab es noch Klarheit und wenig Verwirrung. Es war zum Beispiel völlig klar, dass eine Wurst aus Fleisch gemacht wird, dass Mädchen hübsche Kleider tragen und mit Puppen spielen und Jungs keine Kleider tragen und nicht mit Puppen spielen. Heute ist vieles anders. Anna fliegt bei der Bundeswehr einen Kampfhubschrauber, Guido trägt im Genderwahn gerne im Büro ein Kleidchen und Wurst ist entweder aus Soja oder heißt mit Vornamen Conchita, hat Haare am Kinn und kann singen wie ein Rotkehlchen und ein Regensburger Domspatz, gemeinsam, im Dütt äh Duett. Der Irrsinn greift um sich. Kein Wunder, dass auch im Innenmisterium alles aus den Fugen gerät.

Dienstag, 17. Juli 2018

Warum Abbiegeassistenzsysteme keine Leben retten werden

Wurde auf den Autohof Geiselwind an Lkw-Fahrer verteilt. Broschüre für mehr Verständnis im Straßenverkehr. Schade dass solche Sachen immer nur Lkw Fahrern in die Hand gedrückt werden und nicht denen, die es wirklich brauchen könnten, z.B. Radfahrer und Fußgänger (Bild: Icke)
Es ist natürlich schön, wenn unser Bundesverkehrsministerium gemeinsam mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat e.V.(DVR) in einer hübsch bebilderten Broschüre für mehr gegenseitiges Verständnis auf deutschen Straßen wirbt. Auf 24 bunten Seiten wird auch der intellektuell schwächsten Kerze auf der Torte anschaulich verklickert, warum Lkw beim Abbiegen ausscheren müssen, was ein Toter Winkel ist und wofür Begrenzungen der Geschwindigkeit und Mindestabstände wohl gut sind. Ich frage mich bloß, warum man diese Heftchen auf einem Fernfahrerstammtisch an Fuhrleute verteilt...?

Samstag, 14. Juli 2018

Fahrspurwechsel mit Kollision: Das macht der doch extra...

Kurze Einsicht in die Aussicht, die ein Fuhrmann hat, wenn er in die rechten Außenspiegel blickt - zum Vergrößern uff dit Bild klicken, wa (Bild: Icke)
In der letzten Woche wurde ich auf einer Raststätte unfreiwillig Zeuge eines Gesprächs unter zwei Autofahrern. Offensichtlich hatte einer der Beiden kurz vorher einen Rempler von einem Lkw erhalten, als er im engen Berufsverkehr auf die Autobahn auffahren wollte. Der Fahrer war der Meinung, der Lkw-Fahrer hätte aus Sturheit auf sein Recht der Vorfahrt bestanden und so den Unfall mutwillig provoziert. Er lamentierte tatsächlich, dass der Fahrer das extra gemacht hätte. Mein lieber Scholli. Ich habe dann höflich gefragt ob ich mich an der Unterhaltung beteiligen dürfe.

Sonntag, 8. Juli 2018

Nur mal eben schnell was umsetzen...

2 Öltanks unter dem Hallendach der Großbackstube Dahlmann in Wuppertal in rund 7 Meter Höhe sind noch immer voll und um zweihundert Grad Celsius heiß. Wie schwer die Dinger sind weiß keiner. Man muss schon genau hinschauen um sie zu finden (Bild: Icke)
Am Samstag gab es mal wieder einen Spezialauftrag. Diesmal in der Großbackstube Dahlmann in Wuppertal. Dort sollte ich die Firma Heuft Thermo-Oel GmbH & Co. KG dabei unterstützen, zwei Öltanks unter der Hallendecke zu demontieren und herunter zu holen. Keine große Sache, versicherte mir unser Chef. Also machte ich mich am Samstag Morgen schnell mal rüber nach Wuppertal um zwei Hübe mit dem Gabelstapler zu machen. Leute, was habe ich gelacht...

Samstag, 30. Juni 2018

Mitarbeiterschulung: Manager Race 2018 - wir waren dabei

Siegerteam! So sehen Gewinner aus! (Bild: Wir)
Gestern war es dann endlich so weit. Die 5X-Group (5X-Machines und K&K Maschinentransporte) besuchten das Manager Race 2018 auf der Daytona Kartbanhn in Essen. Genauer gesagt, brachen wir wie eine Naturgewalt über die Veranstaltung herein. Wir waren mit Abstand die lauteste, durstigste und gesangsbegabteste Teilnehmergruppe und damit schon einmal in drei Disziplinen vorne, bevor das erste Kart überhaupt aus der Boxengasse rollte.

Freitag, 29. Juni 2018

Betriebsumzug von Fröndenberg nach Kamen

Mit Ketten und Gurten ist alles gut gesichert (Bild: Icke)
Wieder mal einen Betriebsumzug durften wir in der letzen Woche für unseren Kunden, die Drahtbiegeteile Nolte GmbH aus Frömern realisieren. Dabei stellen die Drahtbiegeautomaten mitunter eine ganz besondere Herausforderung dar. Die Maschinen sind durch ihre schmale Bauweise nicht nur sehr schwer zu bewegen, erschwerend kommt auch noch hinzu, dass der Schwerpunkt bei diesem schmalen Maschinen oben liegt. Die Kippgefahr ist deshalb sehr groß. Ohne Sorgfalt geht hier gar nichts.

Samstag, 23. Juni 2018

Bei Maxi ist der Teufel los

Mistwetter auf den Autohof in Wilnsdorf, da freust du dich auf einen ruhigen Abend und ein leckeres Essen (Bild: Archiv)
Es gibt so Dinge, die vergisst man nie. Zum Beispiel die Erinnerungen an meine Kindheit in den 70ern. Ich war sieben, als ich meine Eltern das erste mal im klapprigen Opel Kadett mit nach Südtirol in die Sommerferien nahm. Vater folgte auf der langen Fahrt immer der Devise, dort Pausen einzulegen, wo viele Lkw standen. Er war der Ansicht, dass es dort stets das beste Essen gäbe. Ob er Recht hatte kann ich nicht mit Sicherheit sagen, schließlich haben wir die anderen Restaurants nie getestet. Jedenfalls  kann man sagen, dass ich seit dieser Zeit neurologisch auf Autohöfe konditioniert bin, was Autohofbetreiber sicher ungemein erfreut, weil ich doch unter anderem ein Fuhrmann bin.

Montag, 18. Juni 2018

Wochenanfang: Wenn schon der Montag ein Montag ist...

Autobahn E40, Brüsseler Ring, gebaut um zu parken
Jeder kennt wohl bei Dingen, die einfach nicht funktionieren, etwa bei einem Auto an dem ständig etwas kaputt ist, den Spruch "das ist ein Montagsauto". Montage sind nämlich ganz schlimme Tage. Ganz hart kommt es dann an so einem Tag wie heute, wo so ein nichts-klappender-Montag ausgerechnet auf einen Montag fällt. dDann geht nämlich gar nichts mehr. Dabei hätte alles so einfach sein können.

Sonntag, 17. Juni 2018

Streitthema Abbiegeunfälle bei Lkw

Manchmal springt einem echt der Draht aus der Kappe! Bild: Icke
Einen interessanten Artikel las ich kürzlich bei Jan Bergrath zum Thema Abbiegeunfälle. Für die Überschrift "Wer schützt die Lkw-Fahrer?" bin ich wirklich dankbar, denn Jan macht damit gleich zwei Dinge deutlich: Zum Einen zeigt er, dass ein solcher Unfall keinen Fuhrmann kalt lassen kann. Mit den Selbstvorwürfen, ein Menschenleben auf dem Gewissen zu haben ist das Leben wahrscheinlich im Arsch. Zum anderen schildert er, dass der Fuhrmann nach der derzeitigen Rechtsprechung immer Schuld bei Rechtsabbiegeunfällen ist. Gutachter, Richter und selbsternannte Spezialisten wie Gernot Kramper vom Stern wissen ganz genau, wie man einen großen Lkw um die rechte Ecke fährt.