Freitag, 17. August 2018

Liebe Berufskraftpisser und Truckersäue...

Es ist unappetitlich aber tägliche Realität auf deutschen Autobahnen. Die dunklen Flecken, die meist immer kurz hinter den Fahrerhaus links zu finden sind, sind Urinflecken zahlloser Berufskraftpisser und Truckersäue. (Bild: Icke)
Es ist einer meiner letzten Urlaubstage. Mittag. Ich genieße den letzten freien Tag meines Urlaubs und bin mit dem Motorrad unterwegs. Das heiße Eisenschwein und ich stehen vor der Raststätte Pegnitz Ost an der A9. Beide knistern wir in der Hitze. Kein Wölkchen trübt das perfekte Azurblau des Firmaments. Die Sonne schickt ihre Strahlen auf die Erde. Es ist heiß, die Luft flimmert über dem fast leeren Parkplatz, Grillen zirpen. Eine angenehm kühle Brise weht über den von Sonne überfluteten Rastplatz und anmutig spielt der Wind mit den Fahnen vor dem Rasthaus. Fast wäre der Tag perfekt. Aber leider bringt uns der Wind nicht nur seine wunderbar kühlende Brise, mit ihr weht auch der süßlich-scharfe und unverwechselbare Pissegeruch über den gesamten Rastplatz, der so typisch für Lkw-Parkplätze auf Autobahnen und Raststätten ist.


 Ein ekelhafter Geruch, der im Übrigen auf allen Park- und Rastplätzen in Deutschland zu finden ist. Nicht nur mir, der dort an anderen Tagen selbst seinem Lkw parken muss, ist das unangenehm. Angewidert verzieht eine Dame mittleren Alters auf dem Weg von ihrem Auto zum Rasthaus das Gesicht. Ein älteres Ehepaar hält sich die Hände vor den Mund. Mir selber dreht sich der Magen um. Ich muss würgen. Fremdschämen – ich schäme mich für meine Kollegen. Es ist mir peinlich, einen Beruf zu haben, der mich mir den ganzen Parkplatz-Pinklern in einen Topf wirft. Ich kann es einfach nicht verstehen, warum einige Berufskraftpisser und Truckersäue offensichtlich den Trieb, den eigenen Lkw anzupissen, nicht in den Griff bekommen. Wahrscheinlich lecken diese Typen am Ende auch noch heimlich in einem intimen unbeobachteten Moment ihre Reifen ab?

 Etwas perverseres kann ich mir kaum vorstellen, als auf einem derart nach Pisse stinkenden Rastplatz in der Sommerhitze bei 31° Grad im Schatten mit offenen Fenstern im Fahrerhaus essen und schlafen zu müssen, während man ununterbrochen diesen Gestank in der Nase hat. Da kann ich mir mein belegtes Brot ja gleich in der Pissrinne des Frankfurter Bahnhofsklos schmieren. Der Nächste, den ich dabei sehe, wie er auf den Rastplatz pisst, mit dem werde ich mich jedenfalls mal ganz gepflegt anlegen. Ein Foto mit hiesiger Veröffentlichung, Nennung und Verlinkung des Arbeit gebenden Fuhrbetriebs - plus anschließender Anzeige - gibt es als Dreingabe. Heidewitzka, bin ich anpepisst...