Sonntag, 9. September 2018

DMU 160 Duoblock erreicht die Grenze

Das übliche Programm. 100-Tonnen-Kran und sein Ballast-Lkw bringen sich in Stellung (Bild: Icke)
Nun ist es amtlich. Mein Dinkel-Semi-Trailer ist das erste Mal an seine Grenzen gekommen. Sieger ist die DMU 160 Duoblock von DMG. In seiner derzeitigen Zusammenstellung mit der MAN Zugmaschine 28.540 kann das Fahrzeug 47 Tonnen zuladen und erreicht so ein zulässiges Gesamtgewicht (zGG) von fast 70 Tonnen. Aber die Höhe und die Breite der Maschine hatte es tatsächlich in sich. Mit eine Gesamthöhe von 4,55 m und rund 3,90 m Breite ging es mit viel Blinkiblinki und lustiger Begleitung in den schönen idyllischen Harz.


Verladung der DMU 160 Duoblock
Zwar ist das Gewicht der Maschine mit 32 Tonnen ja eher moderat, wie man aber sieht, kommt der Aufbau des Aufliegers in der Höhe an seine Grenze obwohl de auf die Aufbau maximale Ladehöhe hochgefahren wurde. Alles was höher ist, müssen wir dann mit unserem Tiefbett-Auflieger fahren. Auch die Seitenplanen ließen sich nur mit viel Improvisationstalent schließen. Am Ende blieben wir aber unserem Versprechen, alle Transporte unter Plane zu fahren, treu.

Höher, breiter, schwerer. Während der Verladung war es einigen Nachbarn in Naumburg offensichtlich unmöglich, Verständnis für die beengte Situation auf der kleinen Straße aufzubringen. Das kennen wir aber schon, man bekommt ein dickes Fell. (Bild: Icke)
Selbstverständlich bedarf ein solcher Transport einer Sondergenehmigung. In dieser sind die maximalen Abmessungen des Fahrzeugs ebenso festgelegt, wie die Bedingungen, unter denen der Transport durchgeführt werden darf. Für uns bedeutete das, dass wir nur zwischen 22:00 und 6:00 Uhr fahren durften. Außerdem war auf Autobahnen ein BF3 Begleitfahrzeug und außerhalb der Autobahnen die Begleitung durch die Polizei vorgeschrieben.

Klar, dass auch die Fahrtroute nach Benneckenstein bei einem Gewicht von 60 Tonnen, einer Breite von 4 Metern und einer Gesamthöhe von 4,55 Metern vorgeschrieben war. Und da wurde es dann lustig, denn die Hauptstraße (L97) in Benneckenstein war aufgrund einer Baustelle gesperrt. Und die Umleitung enthielt eine Schmalstelle, an der die Durchfahrt zwischen zwei Häusern nur 3,80 Meter breit war. Da war guter Rat teuer.

Ankunft morgens um 3:00 Uhr beim Kunden. Scheinen noch zu schlafen... (Bild:Icke)
Die einzige Lösung war ein nächtliche Serpentinen-Rallye durch den Harz um die Ortschaft statt von der westlichen Seite nun von Osten anzufahren. Allerdings brauchte ich mit meinem Fahrzeug auf diesen schmalen Straßen
und den engen Kurven beide Fahrstreifen. Für die wenigen Fahrzeuge die uns entgegen kamen eine eher unschöne Erfahrung.